Pres­se­mit­tei­lung Nr. 67/2010 vom 02.08.2010

Rich­ter am Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Mi­cha­el Gro­ep­per im Ru­he­stand

Mit Ab­lauf des Mo­nats Ju­li 2010 ist Herr Rich­ter am Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Mi­cha­el Gro­ep­per nach über 36-jäh­ri­ger Zu­ge­hö­rig­keit zum öf­fent­li­chen Dienst und mehr als 16-jäh­ri­ger Tä­tig­keit am Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in den Ru­he­stand ge­tre­ten.


Herr Gro­ep­per wur­de 1945 in Bern/Schweiz ge­bo­ren. Nach dem Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaf­ten in Bonn und Mün­chen leg­te er 1969 die ers­te ju­ris­ti­sche Staats­prü­fung ab. Ne­ben dem ju­ris­ti­schen Vor­be­rei­tungs­dienst nahm er zeit­wei­se die Auf­ga­ben des As­sis­ten­ten ei­nes Mit­glie­des des Deut­schen Bun­des­ta­ges wahr. Nach Ab­le­gung der zwei­ten ju­ris­ti­schen Staats­prü­fung 1974 war Herr Gro­ep­per zu­nächst als Rechts­an­walt tä­tig. 1977 wur­de er zum Re­gie­rungs­rat z.A. er­nannt und ar­bei­te­te bis En­de 1980 im In­nen­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Schles­wig-Hol­stein. Un­ter­bro­chen wur­de die­se Tä­tig­keit durch ei­ne 2-jäh­ri­ge Ab­ord­nung an die Kreis­ver­wal­tung Dith­mar­schen ab Ju­ni 1977.


An­fang 1981 wur­de Herr Gro­ep­per in das Rich­ter­ver­hält­nis be­ru­fen, zu­nächst für ein Jahr kraft Auf­trags, und dem Ver­wal­tungs­ge­richt Schles­wig zu­ge­wie­sen. Ei­ner Ab­ord­nung an das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt von Ja­nu­ar 1985 bis Ju­ni 1987 folg­te sei­ne Er­nen­nung zum Rich­ter am Ober­ver­wal­tungs­ge­richt und die Ver­set­zung an das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Lü­ne­burg.


Mit sei­ner Er­nen­nung zum Rich­ter am Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt im März 1994 ge­hör­te Herr Gro­ep­per zu­nächst dem zum da­ma­li­gen Zeit­punkt u.a. für das Wirt­schafts­ver­wal­tungs­recht, das Recht der frei­en Be­ru­fe, das Ver­eins- und Ver­samm­lungs­recht, das Staats­an­ge­hö­rig­keits­recht, das Aus­län­der­recht und das Po­li­zei- und Ord­nungs­recht zu­stän­di­gen 1. Re­vi­si­ons­se­nat an. Seit Ju­ni 2000 war er dem für das öf­fent­li­che Dienst­recht zu­stän­di­gen 2. Re­vi­si­ons­se­nat zu­ge­wie­sen, des­sen stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der er seit Ju­li 2009 war. Zu­dem war Herr Gro­ep­per seit Be­ginn des Jah­res 2007 Ver­tre­ter des nicht­stän­di­gen Bei­sit­zers des Dienst­ge­richts des Bun­des.


Ne­ben sei­nen rich­ter­li­chen Auf­ga­ben nahm Herr Gro­ep­per für vie­le Jah­re die Auf­ga­ben des stell­ver­tre­ten­den Prä­si­di­al­rich­ters des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts wahr. Seit die­ser Zeit war er auch zu­stän­dig für die Ver­bin­dung zu aus­län­di­schen Stel­len und die Be­treu­ung von Be­su­chern aus dem Aus­land. Er ver­trat zu­dem das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bei ei­ner Viel­zahl von Fach­ver­an­stal­tun­gen im Aus­land und leis­te­te da­mit ei­nen gro­ßen Bei­trag zur Ver­an­ke­rung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts in den in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ver­wal­tungs­ge­richts­bar­keit.


Auf­grund sei­ner lang­jäh­ri­gen Er­fah­rung hat Herr Gro­ep­per die Recht­spre­chung auf al­len Rechts­ge­bie­ten, in de­nen er tä­tig war, we­sent­lich ge­prägt und mit ge­stal­tet. Ei­ner brei­ten Fach­öf­fent­lich­keit ist er als Mit­au­tor ei­nes an­er­kann­ten Kom­men­tars zum Be­am­ten­recht be­kannt.