Gre­mi­en und Ver­tre­tun­gen

Beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt be­stehen fol­gen­de Gre­mi­en und Ver­tre­tun­gen:

Prä­si­di­um

Das Prä­si­di­um ist ein Or­gan der rich­ter­li­chen Selbst­ver­wal­tung. Es be­schlie­ßt über den Ge­schäfts­ver­tei­lungs­plan des Ge­richts.

Das Prä­si­di­um des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts be­steht aus dem Prä­si­den­ten und acht von den Mit­glie­dern des Ge­richts ge­wähl­ten Rich­te­rin­nen und Rich­tern. Au­ßer­dem ge­hört ihm die Vi­ze­prä­si­den­tin des Ge­richts in be­ra­ten­der Funk­ti­on an.

Prä­si­di­al­rat

Bei dem Prä­si­di­al­rat han­delt es sich um ein Or­gan, das die Rich­ter­schaft an der Wahl neu­er Rich­te­rin­nen und Rich­ter be­tei­ligt. Er wirkt au­ßer­dem bei der Er­nen­nung der Se­nats­vor­sit­zen­den, der Prä­si­den­tin bzw. des Prä­si­den­ten so­wie die Vi­ze­prä­si­den­tin bzw. des Vi­ze­prä­si­den­ten des Ge­richts mit.

Dem Prä­si­di­al­rat ge­hö­ren der Prä­si­dent des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts als Vor­sit­zen­der, die Vi­ze­prä­si­den­tin, ein vom Prä­si­di­um aus sei­ner Mit­te ge­wähl­tes Mit­glied und zwei wei­te­re von den Rich­te­rin­nen und Rich­tern ge­wähl­te Mit­glie­der an.

Rich­ter­rat

Der Rich­ter­rat ist an den all­ge­mei­nen und so­zia­len An­ge­le­gen­hei­ten der Rich­te­rin­nen und Rich­ter zu be­tei­li­gen. Er ver­tritt de­ren Be­lan­ge ge­gen­über dem Prä­si­den­ten und der Ge­richts­ver­wal­tung. Da­bei ar­bei­tet er in An­ge­le­gen­hei­ten von über­grei­fen­der Be­deu­tung mit dem Per­so­nal­rat zu­sam­men.

Der Rich­ter­rat be­steht aus drei Mit­glie­dern. Sie wer­den von den Rich­te­rin­nen und Rich­tern des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts auf die Dau­er von vier Jah­ren ge­wählt.

Per­so­nal­rat

Der Per­so­nal­rat ist die In­ter­es­sen­ver­tre­tung der nicht­rich­ter­li­chen Be­schäf­tig­ten des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts. Be­stimm­te Maß­nah­men (wie Ein­stel­lun­gen, Ver­set­zun­gen, Fra­gen der Ar­beits­platz­ge­stal­tung usw.) un­ter­lie­gen der Mit­be­stim­mung des Per­so­nal­ra­tes. Sie kön­nen nur mit sei­ner Zu­stim­mung ge­trof­fen wer­den. Der Per­so­nal­rat ist An­lauf­stel­le der Be­schäf­tig­ten für An­re­gun­gen, Fra­gen oder Kri­tik. Die­se kön­nen sich bei­spiels­wei­se auf das Ta­rif­recht, das Ge­sund­heits­ma­nage­ment oder Kon­flik­te am Ar­beits­platz be­zie­hen. Die Mit­glie­der des Per­so­nal­rats wer­den von den Be­schäf­tig­ten auf vier Jah­re ge­wählt.

Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung

Die Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung för­dert die Teil­ha­be schwer­be­hin­der­ter Men­schen am Ar­beits­le­ben und ver­tritt de­ren In­ter­es­sen in der Dienst­stel­le. Sie steht ih­nen be­ra­tend und hel­fend zur Sei­te. Dies be­zieht sich auf al­le An­ge­le­gen­hei­ten, die die schwer­be­hin­der­ten Men­schen ein­zeln oder als Grup­pe be­tref­fen. Die Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung be­steht aus ei­ner Ver­trau­ens­per­son und zwei Stell­ver­tre­tern.

Ju­gend- und Aus­zu­bil­den­den­ver­tre­tung

Sie ver­tritt die In­ter­es­sen der ju­gend­li­chen Be­schäf­tig­ten, die das 18. Le­bens­jahr noch nicht voll­endet ha­ben, und der Aus­zu­bil­den­den, die das 25. Le­bens­jahr noch nicht voll­endet ha­ben. Da­bei macht sie ih­re Be­lan­ge über den Per­so­nal­rat gel­tend. So­fern ei­ne Ju­gend- und Aus­zu­bil­den­den­ver­tre­tung nicht ge­wählt wur­de, nimmt der Per­so­nal­rat des­sen Auf­ga­ben mit wahr.