Bundesverwaltungsgericht

Was gibt es im „Reichsgerichtsmuseum“ zu sehen?

Die in vier Abteilungen gegliederte Ausstellung „Das Reichsgerichtsgebäude und seine Nutzer“ leistet einen Beitrag zur Darstellung und Würdigung der wechselvollen Geschichte des Gebäudes und seiner Nutzer und soll über die herausragende rechtsgeschichtliche Bedeutung des Hauses und der darin tätigen Institutionen in Vergangenheit und Gegenwart informieren. Der klare inhaltliche Aufbau ermöglicht es, je nach zur Verfügung stehender Zeit zwischen allgemeiner Information und Vertiefungsangeboten zu wählen.

Folgende Schwerpunkte werden in der Ausstellung behandelt:

  • Das Gebäude - Vom Architektenwettbewerb bis zur Eröffnung
  • Das Reichsgericht von 1879 bis 1945
  • Die Nutzung des Gebäudes während der Zeit der sowjetischen Besatzung und der DDR
  • Das Bundesverwaltungsgericht

Ausstellungskonzept

Das Gebäude - Vom Architektenwettbewerb bis zur Eröffnung

Durch ausgewählte Gestaltungsentwürfe, Detailzeichnungen, zeitgenössische Bildquellen und Dokumente erhalten Besucherinnen und Besucher faszinierende Einblicke in die Baugeschichte des neben dem Reichstag größten Repräsentationsbaus des Deutschen Kaiserreiches.

 

Das Reichsgericht von 1879 bis 1945

In diesem Teil der Ausstellung wird die Bedeutung des Reichsgerichts für die deutsche Rechtsgeschichte anhand wichtiger zivil- und strafrechtlicher Entscheidungen dargestellt (u.a. der aufsehenerregende Hochverratsprozess gegen Karl Liebknecht und der Reichstagsbrandprozess). Die Ausstellung umfasst auch eine Darstellung der Persönlichkeiten der wichtigen Reichsgerichtspräsidenten Eduard von Simson, Walter Simons und Erwin Bumke am Originalschauplatz.

Die Nutzung des Gebäudes während der Zeit der sowjetischen Besatzung und der DDR

Nach der Auflösung des Reichsgerichtes 1945 wurde das Gebäude über mehrere Jahrzehnte von unterschiedlichen Institutionen genutzt. Seit 1952 trug es den Namen „Georgi-Dimitroff-Museum“, beherbergte daneben aber auch das Museum der Bildenden Künste, das Institut für Länderkunde, das Sächsische Staatsarchiv und Synchronstudios der DEFA.


Das Bundesverwaltungsgericht

Hier wird der Bogen von Geschichte und Auftrag der Verwaltungsgerichtsbarkeit seit 1863 bis zur Wiedereröffnung des Reichsgerichtsgebäudes als oberstes Bundesgericht im Jahre 2002 gespannt. Besondere Würdigung erfahren hierbei Diskussion und Hintergründe rund um den Umzug der höchsten Instanz der allgemeinen Verwaltungsgerichtsbarkeit von Berlin nach Leipzig.

Ausstellungsraum und Ausstellungselemente

Der Ausstellungsraum

Der 125 m2 große moderne Sitzungssaal I mit angeschlossenem Beratungszimmer bietet in seiner Gesamtheit die idealen Voraussetzungen für die Ausstellung. Zum einen liefert dessen Authentizität den optimalen Rahmen für eine Präsentation zur Geschichte des Reichsgerichtsgebäudes und seiner Nutzer. Zum anderen bieten Saal und Beratungszimmer die notwendigen räumlichen Voraussetzungen, um die Ausstellungsarchitektur aufzunehmen.

Die Erhaltung der Raumwirkung ist wesentliches inszenatorisches Gestaltungselement. Die Wand- und Deckenflächen des Raumes sind fast vollständig mit moderner Holzvertäfelung versehen. Am Kopfende des Saals befindet sich auf einem Podest der Richtertisch. Diese Raumelemente sind in die Gestaltung einbezogen.

Die Ausstellungselemente

Als Trägermaterial für Texte und Abbildungen wurden Stofffahnen verwendet. Die Leichtigkeit der Banner fügt sich ideal in das bestehende Raumkonzept ein.

Ausgewählte Originalobjekte sind in zwei Sockelvitrinen ausgestellt, die zusammen mit den Sitzelementen die Raummitte dezent gliedern und das Pendant zu dem Richtertisch an der Stirnseite des Saals bilden.

Auf dem Richtertisch befinden sich zwei Medienstationen mit je einem DVD-Player, einem Bildschirm sowie jeweils einem Set Kopfhörer und einer Maus. Den an vertiefter Information interessierten Besucherinnen und Besuchern wird dadurch die Möglichkeit geboten, sich sechs verschiedene audiovisuelle Präsentationen anzusehen. Das Spektrum reicht von Postkartenansichten des Reichsgerichtsgebäudes, über Fotos aus der Bauzeit bis zu vorgelesenen Briefen der Gattin eines ehemaligen Reichsgerichtspräsidenten und digitalisierten Werken aus der ehemals größten Gerichtsbibliothek Deutschlands.

Der an den Sitzungssaal angeschlossene Beratungsraum wird für Filmvorführungen genutzt. Dieser Raum verfügt über einen großen Flachbildschirm mit DVD-Player und eine kleine Sitzgalerie. Interessierte Besucherinnen und Besucher können sich zwei Filmbeiträge von jeweils ca. 12 Minuten Dauer ansehen, die "Sanierung des ehemaligen Reichsgerichtsgebäudes" und "Justizpaläste Europas - eine historische Zeitreise".

Weitere Informationen

Idee

Warum es das „Reichsgerichtsmuseum“ gibt, erfahren Sie hier

Kontakt

Informationen zur Finanzierung des „Reichsgerichtsmuseums“ erhalten Sie hier

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