Bundesverwaltungsgericht

Warum gibt es ein „Reichsgerichtsmuseum“?

Im August 2002 verlegte das Bundesverwaltungsgericht seinen Sitz von Berlin nach Leipzig und bezog das aufwändig restaurierte Gebäude des ehemaligen Reichsgerichts. Seitdem hat die Verwaltungsrechtsprechung in Leipzig eine erste Adresse. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts sind oft auch bestimmend für Investitionsentscheidungen von landesweiter, manchmal sogar bundesweiter Bedeutung.

Das Gerichtsgebäude ist ein touristischer Magnet. Tausende von Besucherinnen und Besuchern besichtigen es jedes Jahr und erleben die grandiose Architektur eines der bedeutendsten Profanbauwerke der Kaiserzeit, in dem sich heute die gediegene Handschrift seines Architekten Ludwig Hoffmann mit moderner Technik, geglückter Denkmalpflege und handwerklichem Können der mit der Restaurierung beauftragten mitteldeutschen Firmen zu einem eindrucksvollen Ganzen verbinden.

Auch die täglichen Führungen durch das Haus können das lebhafte Interesse nicht vollständig befriedigen. Viele Besucherinnen und Besucher wollen Näheres über seine Geschichte, seine frühere und seine jetzige Bedeutung erfahren und neben der reinen Architektur auch die reichen historischen Schätze sehen, die den Krieg und die Nachkriegszeit in Leipzig, Berlin und Karlsruhe – dem Sitz des Bundesgerichtshofs, des Funktionsnachfolgers des Reichsgerichts – überlebt haben.

Aus diesem allseits greifbaren Bedürfnis nach mehr Information entstand die Idee, im Gericht selbst ein kleines „Museum“ einzurichten, das in vier Schwerpunkten das Gebäude selbst, die Tätigkeit des Reichsgerichts, die Verwendung des Gebäudes nach dem Kriege als „Dimitroff-Museum" und „Bildermuseum" und schließlich die Tätigkeit des Bundesverwaltungsgerichts durch ausgewählte Ausstellungsstücke, Texte, Bilder und digitale Medien darstellt. „Das Reichsgerichtsgebäude und seine Nutzer“ – so heißt die seit dem 31. Mai 2007 in einem Museumsraum präsentierte Ausstellung, die von Museumsfachleuten konzipiert und von prominenten Leihgebern – darunter dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, dem Deutschen Historischen Museum in Berlin, dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe und der Leipziger Universität – ideell unterstützt wird. Die Exponate sollen später durch einen Buchband auch wissenschaftlich erschlossen werden.

Es ist davon auszugehen, dass dieser Raum ein Kristallisationspunkt der Rechtsgeschichte sein wird, auf den sich das Interesse der Gebäudeliebhaberinnen und Gebäudeliebhaber, der Rechtshistorikerinnen und Rechsthistoriker und der Stadthistorikerinnen und Stadthistoriker gleichermaßen richten wird.

Weitere Informationen

Konzept

Informationen zum Konzept der Ausstellung erhalten Sie hier

Kontakt

Informationen zur Finanzierung des „Reichsgerichtsmuseums“ erhalten Sie hier

Diese Seite ist Teil des Webangebotes des Bundesverwaltungsgerichts, © 2017. Alle Rechte vorbehalten.