Bundesverwaltungsgericht

Sanierung und Umbau

Die umfangreiche Baustelle wurde 1996 eingerichtet. Danach wurde mit den Abbrucharbeiten in allen vier Geschossen begonnen; hierbei wurden zahlreiche aus der Nachkriegszeit stammende Einbauten wie z.B. das DEFA-Studio beseitigt. Der mächtige Innenraum der Kuppel wurde saniert, wenn auch ein weiterer Ausbau zu einem Versammlungsraum aus Kostengründen unterblieb.

Die durch Alter, Feuer und Umwelteinflüsse nahezu schwarze Außenfassade des Gebäudes wurde in mühevoller Kleinarbeit gereinigt, der originale warme Ton des Sandsteins soweit wie möglich wieder hergestellt. Danach wurden das zweite und das dritte Obergeschoss hergerichtet und u.a. mit neuen Fenstern und Türen versehen. Gleichzeitig wurde auf das Dach des Gebäudes ein viertes Obergeschoss aufgesetzt, das so weit hinter die steinernen Balustraden zurückspringt, dass es von unten kaum sichtbar ist. Die Versorgungseinrichtungen (Heizung/Lüftung/Elektroinstallationen) wurden vollständig erneuert.

In den historischen Räumen (dem Festsaal sowie dem Speisesaal der ehemaligen Präsidentenwohnung, die jetzt als Versammlungsraum bzw. als Konferenzraum dienen, dem Kaminzimmer als dem jetzigen Arbeitszimmer des Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts, dem Großen Sitzungssaal und mehreren Sitzungssälen) wurde zunächst die historische Substanz (Türen, Decken, Wandverkleidungen, Stuck und Malerei) gesichert und erforderlichenfalls zur weiteren Werkstattbearbeitung demontiert. Die mit großer Sorgfalt ausgeführten Restaurierungsarbeiten zogen sich von Mitte 1998 bis Oktober 2001 hin.

Das Innere des Hauses wurde mit einem Hallenfahrstuhl, einem Lastenfahrstuhl sowie einer Hebevorrichtung im 1. Obergeschoss für Rollstuhlfahrer ausgestattet; die Montage der Aufzüge erforderte den Einbau moderner Stahlschachtgerüste mit Verglasung. Zusätzlich wurden in den Innenhöfen zwei Außenaufzüge angebracht. Die vorhandenen Treppenhäuser wurden restauriert und ausgebaut. Die Herstellung der Tiefgarage begann Mitte 2000 und zog sich bis Mitte 2001 hin.

Den Abschluss der Bauarbeiten bildeten die Restaurierung und der Ausbau der Eingangshalle einschließlich der Treppenanlage, die Ergänzung des reichen figürlichen Schmucks sowie die Herrichtung der Außenanlagen. Im Eingangsbereich war der Einbau einer Pförtnerloge mit Sicherheitsschleuse und Windfang unumgänglich. Der Beendigung der Baumaßnahmen folgte eine mehrmonatige Testphase, in der das Funktionieren der umfangreichen technischen Einrichtungen unter realitätsnahen Bedingungen geprüft wurde.

Diese Seite ist Teil des Webangebotes des Bundesverwaltungsgerichts, © 2017. Alle Rechte vorbehalten.